Transparente
Architektur prägt ein multifunktionales Wahrzeichen
Entlang der E17
zwischen Kortrijk und Waregem in Belgien setzt The Edge ein markantes
architektonisches Zeichen für multifunktionale Gewerbeimmobilien. Der Komplex
vereint Lagerhallen, Büros und einen Showroom in einem stimmigen Gesamtentwurf
mit starker Identität. Hinter den eleganten Glasfassaden steckt ein
hochentwickeltes technisches Konzept: Für die Aluminium-Fassaden- und
Fenstersysteme des ersten Bürogebäudes setzte Willy Naessens Industrial
Buildings auf die Kompetenz des Systemgebers Aliplast Aluminium Systems. Durch
die Kombination aus leistungsstarken Fassadenprofilen, projektspezifischer
Planung und präzisen statischen Berechnungen wurde die architektonische Vision
in ein technisch anspruchsvolles und leistungsfähiges Ergebnis umgesetzt.
Diese Realisierung wurde durchgeführt von
Willy Naessens Industriebouw
Kouter 3, 9790 Wortegem-Petegem
056 694 111
info@willynaessens.behttps://www.willynaessens.be
The Edge entstand aus einem klaren Ziel: das Potenzial des verfügbaren Baugrundstücks voll auszuschöpfen und zugleich einen neuen Maßstab für Unternehmen in Südwestflandern zu setzen. Gemeinsam mit dem Projektentwickler LCV Real Estate und Architekt Piet Bailyu (Project Architects) wurde untersucht, wie sich im Rahmen der geltenden Bauvorschriften die größtmögliche Nutzfläche erzielen lässt. Daraus entstand ein innovatives, multifunktionales Stapelkonzept, das Lager-, Büro- und Parkflächen effizient miteinander verbindet.
Das Fundament des Projektes bildet ein lang gestreckter Hallenkörper mit sechs Einheiten für kleine und mittlere Unternehmen sowie Lagerhallen. Ergänzt wird er durch zwei markante Bürotürme und ein Parkdeck auf dem Dach. Der erste Büroturm mit sieben Geschossen und einer Höhe von 40 Metern ist bereits vollständig in Betrieb. Bis 2028 wird die Anlage mit einem zweiten, viergeschossigen Büroturm und einem 400 m² großen Showroom vervollständigt.
Dank der einzigartigen Kombination aus Lager- und Büroflächen an einem Standort, großzügigen, flexibel nutzbaren Geschossflächen mit viel Verglasung und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit positioniert sich The Edge als zukunftsorientierter Gewerbekomplex, der auf die sich wandelnden Anforderungen moderner Unternehmen eingeht.
Intelligente Planung
für einen anspruchsvollen Entwurf
Der ambitionierte
Entwurf von The Edge stellte hohe Anforderungen an die Optik und die technische
Leistungsfähigkeit der Fassade. Die vollverglasten Bürogeschosse sorgen
für maximale Transparenz und viel Tageslicht. Gleichzeitig erfordern sie
Fassadensysteme, die große Spannweiten überbrücken und erheblichen Windlasten
standhalten, ohne das klare architektonische Erscheinungsbild zu
beeinträchtigen.
Aufgrund der langjährigen Partnerschaft mit Willy Naessens Industrial Buildings wurde Aliplast bereits früh in das Projekt eingebunden. So konnte schnell eine Lösung entwickelt werden, die allen statischen und gestalterischen Anforderungen gerecht wurde. „Unser Mehrwert lag vor allem darin, rasch eine projektspezifische Lösung zu entwickeln, die den Erwartungen aller Beteiligten perfekt entsprach“, erklärt Alexander Morel, Project Support Manager bei Aliplast. „Dadurch wurde die erste Bauphase vollständig termin- und erwartungsgerecht abgeschlossen.“
Für den Industriesockel und den Büroturm lieferte Aliplast Profile für rund 3.200 m² Aluminium-Fassaden- und Fenstersysteme. Zum Einsatz kamen mehrere Produkte aus dem umfangreichen Aliplast-Sortiment, darunter die Vorhangfassadensysteme MC Wall sowie die Fenster- und Türsysteme Star 75 für den Betonsockel. Beim Turmgebäude wurde ein stranggepresstes Pfosten-Riegel-Profil für Ladenfronten verwendet, mit dem Willy Naessens Industrial Buildings über große Erfahrung verfügt.
Obwohl überwiegend Standardprodukte verwendet wurden, erforderte ihre Integration eine umfangreiche projektspezifische Planung. Aliplast verantwortete zudem die statischen Berechnungen für das gesamte Fassadenpaket und berücksichtigte dabei Faktoren wie Windlasten, Fassadenabmessungen und die besondere Geometrie des Gebäudes. „Diese technische Unterstützung, von der Planung bis zur statischen Berechnung, wird von unseren Kunden sehr geschätzt“, so Alexander Morel abschließend.
Aufwendige Technik hinter einer scheinbar schlichten Fassade
Mit seinen großflächigen Verglasungen zieht der Büroturm von The Edge sofort die Blicke auf sich. Hinter dieser eleganten Fassade verbirgt sich jedoch eine außergewöhnlich anspruchsvolle technische Konstruktion. „Die Montage der stranggepressten Shopfront-Profile in Verbindung mit den Glasschwertern, die den großen Glasflächen zusätzliche Stabilität verleihen, war eine erhebliche Herausforderung“, erklärt Alexander Morel. „Aufgrund der Gebäudehöhe mussten wir mit beträchtlichen Windlasten rechnen. Jede Verstärkung musste daher strengen technischen Anforderungen genügen und sich zugleich nahtlos in das filigrane Architekturkonzept einfügen.“
Noch komplexer wurde es im vierten und fünften Obergeschoss, wo eine Galerieebene (Mezzanine) in das Gebäude integriert ist. Hier neigen sich die Shopfront-Profile nach innen, und die Verglasung erstreckt sich über zwei Geschosse. Dafür waren rund sechs Meter hohe Glasscheiben erforderlich, getragen von robusten Glasschwertern, die sich unsichtbar in die Fassade einfügen mussten.
Um den teils bis zu 65 Meter breiten Fassaden gerecht zu werden, entwickelte Aliplast zudem eine eigene Dehnungslösung. Sie gewährleistet ausreichend Spielraum für die thermische Ausdehnung der Aluminiumprofile und sichert zugleich die Wind- und Wasserdichtheit der Fassade.
Darüber hinaus wurden in jedem Geschoss dezent integrierte Dreh-Kipp-Fenster eingebaut, die für Belüftung sorgen und künftige Umzüge erleichtern. „Gemeinsam mit Willy Naessens Industrial Buildings haben wir diese Elemente bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und dabei Bedienkomfort und architektonische Eleganz vereint“, sagt Alexander Morel. Auch der anspruchsvolle Zeitplan für die bronzefarbene Eloxalbeschichtung der Shopfront-Profile wurde ohne Probleme eingehalten.
Technik, vollständig in die Architektur integriert
Die Optik des Gebäudes war ebenso wichtig wie seine technische Leistungsfähigkeit. Im Innenraum sollte nur Glas sichtbar bleiben. Dafür wurde der Aluminiumrahmen vollständig hinter Bodenbelägen und abgehängten Decken verborgen. Außen sorgen schlanke Vertikalprofile für ein elegantes, einheitliches Fassadenbild.
„Beim Blick auf das fertige Gebäude wirkt alles bemerkenswert einfach. In Wirklichkeit ist diese Fassade jedoch das Ergebnis eines hochentwickelten technischen Ansatzes, bei dem jedes Detail sorgfältig auf den architektonischen Entwurf abgestimmt wurde. Gerade diese nahtlose Verbindung von Technik und Ästhetik macht das Projekt so außergewöhnlich. Aufgrund seiner Größe, seines markanten Erscheinungsbilds und seiner prominenten Lage an der Autobahn E17 ist The Edge ein Wahrzeichenprojekt, auf das wir besonders stolz sind“, so Alexander Morel abschließend.




